
Publicaciones Permanyer verlegt Anemia in Transplantation aus der Buchreihe International Transplantation Updates.
![]() Dr. Grinyó (rechts) und Herr Permanyer![]() Umschlagbild |
Javier Gracia, journalist (jagra@ono.com) - Angesichts der Bedeutung, die einer adäquaten Kontrolle der Anämie bei dieser Patientengruppe zukommt, haben Dr. Josep Grinyó als Chefarzt der Abteilung für Nephrologie an der Universitätsklinik Bellvitge in Barcelona und Dr. Iain C. Macdougall von der Abteilung für nephrologische Medizin am King’s College Hospital in London die Koordination des Buches Anemia in Transplantation übernommen. Das Werk gehört zu der von Permanyer Publications herausgegebenen Buchreihe International Transplantation Updates. Das Buch umfasst 113 Seiten und enthält Beiträge von mehr als 20 Nierenspezialisten aus aller Welt. Behandelt werden die wichtigsten Ursachen der Anämie bei transplantierten Patienten sowie die jeweils einzuleitenden therapeutischen Maßnahmen. „Im Kontext eines transplantierten Patienten – so Dr. Grinyó – zieht eine Anämie schwerwiegende Komplikationen nach sich, die bei der klinischen Behandlung diagnostisch und therapeutisch den entsprechenden Alarm auslösen sollten. Eine in diesen Fällen auftretende Blutarmut kann die verschiedensten Ursachen haben; sie kann auf einen Eisenmangel, auf Blutverlust, eine Dysfunktion des Transplantats mit damit einhergehender unzureichender Erythropoetin-Synthese oder eine durch die verabreichten Immunsuppressiva ausgelöste myelodepressive Wirkung zurückgehen.“ Bei der Präsentation des Buches stellte Dr. Grinyó heraus, dass es in der einschlägigen Fachliteratur zahlreiche Hinweise darauf gäbe, wonach die mit einer Transplantation verbundene Anämie als klares Anzeichen für eine verminderte Nierenfunktion sowie für eine Beeinträchtigung der Lebensfähigkeit des Transplantats und langfristig auch der Lebenserwartung des transplantierten Patienten selbst gesehen werden muss. „In der Regel – so Dr. Grinyó – wird der Immunreaktion des Patienten eine weit größere Aufmerksamkeit zugewandt; die Analyse der Ursachen für eine Abstoßung des Transplantats steht im Allgemeinen stets im Vordergrund, während andere mit einer Nierentransplantation verbundene Faktoren bedauerlicherweise oft vernachlässigt werden, obwohl sie im Zusammenhang mit Komorbiditäten stehen, so wie sie bei anderen Fällen einer Niereninsuffizienz zu beobachten sind, allen voran bei Dialyse-Patienten.“ Bei der Vorstellung anwesend war auch Dr. Arias, welcher unterstrich, dass für diese Art der Anämie sehr wohl wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung ständen. „Hervorzuheben ist, – so Dr. Arias – dass eine Erythropoetin-Behandlung bei transplantierten Patienten normalerweise später aufgenommen wird als bei anderen, nicht transplantierten Patienten.“ Dies sei seiner Meinung nach kaum verständlich, da doch mit den derzeit diesbezüglich zur Verfügung stehenden therapeutischen Mitteln außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielt werden, und zwar sowohl in Bezug auf Wirksamkeit wie auf Sicherheit. Mit pegyliertem Erythropoetin, bei dem eine monatliche Gabe vollkommen ausreicht, kann der Erythrozytenspiegel den Ausführungen von Dr. Arias zufolge soweit gesteigert werden, dass den betroffenen Patienten ein völlig normales Leben möglich ist. |





Dr. Grinyó (rechts) und Herr Permanyer